Donnerstag, 10. Februar 2011

MENSCHEN IN BURMA Part 3: A Ah


A Ah ist 22-jährig. Vor zehn Jahren ist er ohne seine Familie aus seinem Dorf weggezogen um in Bagan Pferdekutscher zu werden.

Nimmt man in Myanmar einen Nachtbus, kann man sicher sein, dass man am Morgen um 03.00 Uhr ankommt. So auch in Bagan. Wir hatten ein Hotel reserviert, waren aber, da dies unsere erste Nachtbusfahrt in Myanmar war, ein bisschen gespannt, wie wir vom Busterminal zum Hotel kommen werden. Wir waren die einzigen Touristen im Bus und die letzten die ausstiegen. Wir mussten uns nicht lange umschauen. Ein junger Mann kam sofort auf uns zu. Für 2000 Kyat (Fr. 2.50) würde er uns gerne mit seiner Kutsche zu unserem Hotel fahren. Wir waren sehr froh darüber, dass wir unsere Rucksäcke nicht durch die finstere Nacht in Bagan schleppen mussten.

Beim Hotel wollte er wissen, was wir denn in den nächsten Tagen vor hätten. Wir aber hatten keine Lust, zu diesem Zeitpunkt über irgendwelche Touren zu diskutieren und verabredeten uns für den nächsten Morgen um etwa 10.00 Uhr.

Als wir unser Hotelzimmer etwas nach 10.00 Uhr verliessen, stand A Ah schon da. Aber diesmal nicht alleine. Er hatte einen Freund mitgebracht, der gutes Englisch sprach. Dieser erklärte uns, dass A Ah schon seit 08.00 Uhr vor unsere Hoteltüre warte und dass er eigentlich nur wissen wolle, ob er eine Chance hätte, uns einen Tag lang in Bagan herum fahren zu dürfen.
Er freute sich riesig, als wir ihm sagten, dass wir übermorgen gerne mit ihm durch die Ruinen und Tempel von Bagan fahren würden. Wir hatten den Eindruck, dass A Ah, seit er uns vor dem Hotel abgeliefert hatte, dort gewartet hatte um uns ja nicht zu verpassen.

Der Tag mit A Ah war wunderbar und er zeigte uns wirklich alle wichtigen Orte in Bagan. Die Fotos dazu folgen in wenigen Tagen. Das Leben ist für A Ah ausgesprochen hart. Für unsere Tagestour haben wir 15'000 Kyat bezahlt. Davon erhält er 1'500 Kyat (unter Fr. 2.--). Den Rest bezahlt er dem Besitzer des Pferdes und der Kutsche. Jede Nacht wartet er beim Busterminal auf Touristen. Nur selten gelingt es ihm, dass Kunden eine Tagestour bei ihm buchen.

Ein paar Tage später liessen wir uns von A Ah zurück zum Busterminal fahren. A Ah bat mich, mir seine Kutschennummer zu merken, so dass wir beim nächsten Besuch in Bagan wieder mit ihm fahren könnten. Ich notierte die Kutschennummer 131 und bat ihn, seinen Namen und eine eventuelle Telefonnummer daneben zu schreiben. No phone!, sagte er und gab mir mit Handzeichen zu verstehen, dass er nicht schreiben kann.

2 Kommentare:

  1. Or donc, mes Chouchous, faut que j'vous dise ...
    J'sais pas trop comment; avec tant d'émotion ...
    C'est au sujet des trois épisodes sur "Les gens de Birmanie".
    C'est tellement bien présenté, bien écrit et surtout tellement merveilleusement vécu de votre part !!!
    On ressent si fort votre bonheur, votre émotion ...
    C'est parce que vous êtes si bons vous-même que vous avez su découvrir la véritable valeur de ce pays, l'âme de ce pays ! C'est à dire: les gens qui l'habite !!

    J'vais pas m'éterniser ... Et j'espère, de tout coeur, ne pas être le seul à vous rendre hommage et vous remercier pour cette belle leçon d'humilité et pour tous ces merveilleux moments passés à savourer votre blog !! :-)

    Mille gros bisous et beaucoup, beaucoup de plaisir au Cambodge avec Maman :-)
    dad

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  2. Liebe Flo & Oli: Vielen Dank fuer den Superbericht aus Burma. Und mit den Fotos habt Ihr Euch mal wieder selbst uebertroffen.
    Eure Seite mit dem Budget ist sehr interessant. Ich (Matt) habe auch mal meine statistische Sau rausgelassen und folgende Preise fuer unsere Uebernachtungen (im DZ) ausgemittelt (in US$): Sri Lanka 12.37, Laos 6.53, Cambodia 6.76, Sulawesi 13.13, Bali 17.50, Brunei 13.80, Thailand 7.17, Vietnam 10.09, Malaysia 12.36 und Singapore 47.-; aber Ihr wisst ja selbst, es gibt Luegen, dicke Luegen und Statistik. - Shalom, Konni & Matt.

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